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Was ist systemisches Coaching?

 

Systemisches Coaching folgt folgenden Prinzipien:

  • Ein System ist mehr als die Summe seiner Teile.
    Soziale Systeme entwickeln eigene Kulturen. Verhalten in Systemen lässt sich daher nur systemisch erklären.
  • Ein Problem ist ein Symptom.
    Betrachten wir aber nur das Problem an sich, versuchen wir oft genug, das Feuer zu bekämpfen aber nicht die Brandquelle zu löschen.
  • Lösungsorientierung.
    Die Betrachtung des Problems ist oft schon das Problem. Im Coaching lautet die Frage daher nicht: Was genau ist die Ursache für das Problem? Sondern die Frage lautet: Was genau muss geschehen, damit das Problem nicht mehr auftritt?
  • Fokus auf Wahrnehmungen, nicht auf Wahrheiten.
    Es geht (mit Ausnahme eindeutig überprüfbarer Fakten) nicht darum, was vermeintlich wahr ist, sondern um die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Menschen.
  • Wahlmöglichkeiten erhöhen.
    Menschen nehmen in Problemsituationen die Auswege nicht wahr und laufen immer wieder gegen die Wand - oft nur zehn Zentimeter neben der offenen Tür. Ein Wechsel der Perspektive hilft hier weiter. Lösungen lauern überall!
  • Segeln statt rudern.
    Dynamiken des Systems nutzen, nicht gegen sie arbeiten. Im Coaching werden Wege erarbeitet, wie Menschen sich selbst Ändern können, um innerhalb des bestehenden Systems zum Ziel zu kommen.
  • Dynamisch handeln.
    Die Navigation in lernenden Systemen, so auch Coaching, ist ein dynamischer Prozess, der große Aufmerksamkeit und fortwährende Überprüfung von Wegen und Zielen erfordert.

Ziel von systemischen Coaching kann es nicht sein, zu richtigen Lösungen zu gelangen. Ob eine gefundene Lösung “richtig” ist, lässt sich vorab nicht berechnen. Vielmehr zielt systemisches Coaching darauf ab, für den Coachee nützliche Lösungen zu erarbeiten. Nützlich kann grundsätzlich alles sein, was den Handlungsspielraum real erhöht und zu tragfähigeren Denk- und Handlungsmustern in Bezug auf das Coachingziel führt. Tragfähig können nur solche Lösungen sein, die an den vorhandenen Potentialen des Coachee ansetzen und diese erweitern.

Publiziert am 29. März 2011 von Constantin Sander; aufgerufen am 10.05.2019

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